Heute mal wieder ein Ruhetag

Wir gönnen uns diesen Tag. Für die verbleibende Strecke haben wir etwas umgeplant. Etmale von über 40 nautischen Meilen sind einfach zu viel, wenn man Schleusen auf der Strecke hat und noch die Mittagspause für die 4-beinige Crew berücksichtigt. Es werden noch 3 Etappen sein: Morgen bis Uelzen, Donnerstag bis Lüneburg und Freitag planen wir dann den Museumshafen in Harburg zu erreichen
Wir liegen angenehm direkt neben Osloß, einem netter unaufgeregter kleiner Ort. Hier fährt fast jeder einen VW, man merkt, dass Wolfsburg nicht weit entfernt ist. Gleich Vormittags erleben wir, wie das Sicherheitstor direkt neben uns geprüft wird, mit Alarm wird es einmal abgesenkt und wieder hochgezogen, die Binnenschiffe müssen solange warten.
Heute versuchen wir unseren Ruderanzeiger in Gang zu bekommen. Es ist ziemlich anstrengend zu manövrieren ohne zu wissen, wie das Ruder gerade steht. Leider gelingt die Reparatur mit Bordmitteln nicht. Wir werden also den Geber am Ruder und das Anzeigeinstrument im Ruderhaus ausbauen und zu Hause in Ruhe schauen, was man da noch machen kann.
Wir genießen unseren Ruhetag, proviantieren, gehen am Kanal spazieren und lassen nochmal die 6 Wasserstraßen Revue passieren, die wir bereits durchfahren haben: Maas, Rhein, Wesel-Datteln-Kanal, Dortmund-Ems-Kanal, Mittellandkanal und jetzt sind wir auf dem Elbe-Seitenkanal. Dabei wurden wir in 13 Schleusen ordentlich angehoben oder nach unten befördert. Heute möchten wir mal ein Hoch auf die Schleusen-Wärter und -Mitarbeiter aussprechen, immer freundlich und immer gut erreichbar per Funk und Telefon haben wir sie erlebt . Was für ein komplexer Job zu koordinieren welche Binnenschiffe nach Größe und Bruttotonnage wie zusammen in die Kammern passen. Welche Kammer gerade Oberwasser und welche Unterwasser bedient. Wir sind hier mit unserem Hans ja nur „Beiwerk“ und wurden nach meist recht kurzen Wartezeiten irgendwo, wo Platz war mit untergebracht oder auch mal alleine geschleust, wenn auf der Gegenseite ein Binnenschiff gewartet hat und die Schleuse dann eh gerade von Ober- auf Unterwasser gegangen ist oder umgekehrt.
Vor uns liegen nun noch 3 Schleusen, das Schiffshebewerk Lüneburg, und 1 Fußgänger-Klappbrücke und natürlich die Elbe. Langsam wird es absehbar!

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